USA 2019 Tag 11 von Columbus nach Xenia

Bevor ich heute Columbus in Richtung Xenia verlasse, habe ich einen Besuch bei einem Fahrradladen geplant. Da der erst um 10 Uhr öffnet, fahre ich ganz entspannt um kurz vor zehn am Motel los. Es wird ein sehr sonniger Tag werden und mit über 100 km habe ich mir einiges vorgenommen. Erst recht, wenn ich bedenke, dass ich keine Ahnung habe, wie lange die Reparatur meines Freilaufs dauern wird. Oder ob es überhaupt heute gemacht werden kann. Aber ich denke positiv und unter lautem Knacken und Knarzen erreiche ich nach nur 10 Minuten das Fahrradgeschäft. Jetzt wird es ernst. Können sie mir weiterhelfen?

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USA 2019 Tag 10 von Zanesville nach Columbus

Ich habe geschlafen wie ein Stein. Kein Wunder, nach dem gestrigen Tag. Trotzdem schaffe ich es zeitig aus dem Bett und bin heute schon nach einem rudimentären Frühstück um kurz nach halb zehn unterwegs. Das muss ich auch, denn der heutige Tag wird sicher nicht so lang wie der gestrige, aber mit immerhin etwa 120 Kilometern trotzdem alles andere als kurz.

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USA 2019 Tag 9 von Wheeling nach Zanesville

Der heutige Tag wird heftig. Das steht schon von Beginn an fest. Er war mit gut 130 Kilometern bereits sehr lang geplant und nun kommen durch die Hoteländerung gestern noch einige Zusatzkilometer oben drauf. Da es am Ohio River auf der Seite im Staate Ohio keine zweite Strasse gibt, hätte ich dort auf der Interstate fahren müssen. Das war mir zu gefährlich und so habe ich eine Alternativroute geplant. Die ist zwar in etwa gleich lang, hat aber deutlich mehr Höhenmeter. Auweia!

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USA 2019 Tag 8 von Pittsburgh nach Wheeling

Bis ich alles gepackt hatte und auf meinem Rad sass, war es schon 09:30 Uhr. Aber das ist voll okay, ich habe mir für heute etwas weniger als 100 Kilometer vorgenommen und habe daher keinen Zeitdruck. Das Wetter ist klasse, die Strassen eher weniger. Wie in so vielen Städten in den USA sind die meisten Strassen heruntergekommen und voller Schlaglöcher, Rissen und gerne auch mal zehn Zentimeter tiefer liegenden Gullideckeln, weil dauernd drumherum geflickt wird. Das ist auch in Pittsburgh so. Mittels Schlagloch-Slalom folge ich den Anweisungen meines Fahrrad-Navis auf dem Weg aus der Stadt heraus.

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USA 2019 Tag 7 — Ruhetag in Pittsburgh

Vor einer Woche bin ich mit dem Schiff in Philadelphia angekommen und heute sitze ich bereits in Pittsburgh. In den vergangenen sechs Tagen habe ich insgesamt 676 km geschafft und mit meiner Leistung bin ich bisher sehr zufrieden. Keine Wehwehchen, kein Zwacken, alles heil und alles funktioniert einwandfrei. Aber es wurde Zeit, dass ich einen Ruhetag einlege. Die letzten beiden Etappen über die Great Allegheny Passage waren sehr fordernd und daher werde ich heute mein Fahrrad nichtmal anfassen. Das hat sich auch einen Ruhetag verdient.

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USA 2019 Tag 6 von Ohiopyle nach Pittsburgh

Nachdem es gestern etwas später wurde (und es auch ein sehr anstrengender Tag war) kam ich heute nicht so recht aus den Federn. Obwohl es im Motel kein Frühstück gab, was auch immer etwas Zeit kostet, habe ich mich erst um halb zehn auf den Weg gemacht. Ziel der heutigen Etappe ist die Grossstadt Pittsburgh, wo ich morgen einen Ruhetag einlegen werde. Dazu habe ich mir für zwei Nächte ein Airbnb gebucht. Das liegt nicht direkt im Stadtzentrum, so dass noch mal ein paar Kilometer extra hinzu kommen werden und ich heute über 130 Kilometer schaffen muss.

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USA 2019 Tag 5 von Cumberland nach Ohiopyle

Heute wird es krass. Ich muss den so genannten Mountain Divide überwinden, die höchste Stelle in den Appalachen. Alle Flüsse auf dieser Seite fliessen in den Atlantik, von dem aus ich in Philadelphia gestartet bin. Alle Flüsse auf der anderen Seite fliessen in den Golf von Mexiko. Verglichen mit der Schweiz sind die Berge nicht die Höchsten, allerdings habe ich heute eine über 40 Kilometer lange Steigung vor mir. Das wird krass.

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USA 2019 Tag 4 von Hancock nach Cumberland

Die vergangene Nacht im Hancock Motel habe ich ziemlich gut geschlafen. So gut, dass ich erst recht spät aus den Federn kam. Das Frühstück im Motel war wie üblich eine Katastrophe, ich habe mich mit Orangensaft begnügt. Der heutige Tag wird körperlich ziemlich anstrengend, denn ich werde die ganzen gut 100 Kilometer zuerst dem Western Maryland Rail Trail und dann wieder dem Chesapeake and Ohio Canal Trail folgen, davon fast 80 Kilometer auf unbefestigten Schotterwegen. Hände, Arme, Schultern und Popo werden daher extrem gefordert sein.

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USA 2019 Tag 3 von Gettysburg nach Hancock

Die Nacht im Colton Motel war recht gut. Es war leise und ich habe gut geschlafen. Das Frühstück allerdings war ein Witz: Ein in Plastik eingeschweisster Muffin! Sonst nichts! Und das wurde als “Inklusive Frühstück” angeboten. Ich weiss, dass in amerikanischen Hotels und Motels das Frühstück oft unterirdisch ist, aber das hier nenne ich dreist. Ich verzichte darauf und mache mich lieber auf den Weg.

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USA 2019 Tag 2 von New Holland nach Gettysburg

Die Nacht im Country Squire Motor Inn war recht gut, allerdings verweisen sie zum Frühstück auf ein Café nebenan. Das kostet natürlich extra. Liegt aber auf dem gleichen Grundstück. Dafür hat es dort eine tolle Auswahl. Ich nehme Pancakes und dazu Orangensaft.

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USA 2019 Tag 1 von Philadelphia nach New Holland

Die Wettervorhersage für heute liest sich relativ bescheiden. Es ist sowohl Regen angekündigt als auch hohe Temperaturen. Ich bin mal gespannt, denn bereits gestern bei meiner Ankunft hatte ich unter der hohen Luftfeuchtigkeit zu leiden.

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Meine erste Atlantiküberquerung mit dem Schiff

Wie ich hier bereits schrieb, bin ich am 2. August 2019 an Bord der Independent Horizon gegangen. Am 4. August etwa um 14 Uhr haben wir fast voll beladen in Antwerpen abgelegt. Zuerst ging es den Fluss Schelde hinunter bis in die Nordsee und dann über den Ärmelkanal in den Atlantik. Dort sind wir dann tagelang bis zum Ziel schnurstracks geradeaus gefahren. In einer schnurgeraden Linie. Ziemlich genau direkt nach Westen. Exakt gleiche Richtung im immer gleichen Tempo von um die 30 km/h.

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Start meiner Atlantiküberquerung

Vorgestern, am 2. August, bin ich nachmittags bereits an Bord der Independent Horizon gegangen. Da lag es noch im Trockendock, denn der Antrieb bekam eine neue ScSchiffsschraube. Am nächsten Morgen wurde das Dock geflutet und um die Mittagszeit herum fuhren wir an den Kai zum Beladen. Zuerst wurde Treibstoff gebunkert, das hat ziemlich lange gedauert, ungefähr sechs bis sieben Stunden. Danach begannen dann die Containerbrücken mit der Beladung, die ganze Nacht hindurch. In meiner Kabine war es kaum zu hören, ich konnte ziemlich gut schlafen. Jetzt haben wir schon den 4. August und es ist gerade 13 Uhr durch. Vorhin beim Mittag hat der Kapitän erwähnt, dass jetzt noch die ganze Crew die Ladungssicherung überprüft und wir so um ca. 14 Uhr bereit sind zum Auslaufen.

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Mein Sabbatical 2019 in den USA

Im Spätsommer 2017 habe ich nach der JavaOne Konferenz mit einem Auto einen Roadtrip gemacht durch Kalifornien und Teile von Nevada gemacht. Ich war im Death Valley, in der Mojave Wüste und in Los Angeles und dort auf der berühmten Santa Monica Pier. Dort stand das ebenfalls berühmte “End of Route 66” Schild. Als ich so dort auf einer Bank sass und den Sonnenuntergang genoss, keimten in mir erste Gedanken auf, die Route 66 zu fahren. Mit einem Auto, ist doch klar!

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Neu auch auf Deutsch

Gute Nachrichten! Oft wurde ich gefragt, jetzt ist es so weit: Neu gibt es auf meinem Fahrradblog auch Artikel auf Deutsch! Ab sofort veröffentliche ich alle neuen Artikel in zwei Sprachen parallel: Deutsch und Englisch. Alte Artikel, die bisher nur auf Englisch zur Verfügung standen, werde ich vorerst nicht nachträglich ins Deutsche übersetzen. Aber alle neuen Artikel wird es nun auch auf Deutscher Sprache geben. Um die alten, englischsprachigen Artikel zu lesen, musst du auf Englisch umschalten.

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